Was bleibt Handwerker
bei 6.500 € Umsatz netto?
3.195 €
Stundensatz-Range, Betriebsausgaben und Steuerlast speziell als Handwerker. Vorausgefüllt mit marktüblichen Werten — du kannst alle Angaben unten live anpassen.
Zahlst du zu viel Krankenkasse?
Bei deinem Gewinn zahlst du 862 € pro Monat an die GKV — das sind 10.343 € im Jahr. Eine private Krankenversicherung kann für junge, gesunde Solo-Selbstständige mit hohem Einkommen deutlich günstiger sein. Lass dir unverbindlich und kostenlos vergleichen.
PKV-VergleichDiese Seite ist für Selbstständige gedacht, die als Handwerker arbeiten und wissen wollen, was vom Umsatz wirklich privat verfügbar bleibt. Die voreingestellten Werte starten mit 6.500 € Monatsumsatz, 1.400 € Betriebsausgaben, 50-90 €/h und 150 abrechenbaren Stunden. Dadurch siehst du nicht nur eine abstrakte Steuerformel, sondern eine realistische Ausgangslage für Praxisnahe Dienstleistungen. Relevant sind dabei Umsatz, Gewinn, GKV, Pflegeversicherung, Einkommensteuer-Rücklage und die Frage, ob du als Handwerker eher über Projekte, Retainer, Einzeltermine oder wiederkehrende Kunden arbeitest. Passe die Werte oben an, wenn deine echte Auslastung oder Kostenstruktur abweicht.
Was bleibt mir als Handwerker netto? Steuerrechner 2026
Einkommen
Als Handwerker entstehen Einnahmen typischerweise über lokale Aufträge, projektbezogene Leistungen, Vermittlung, Assistenz und spezialisierte Services. Der Rechner startet mit 6.500 € Umsatz pro Monat und verbindet diesen Wert mit der Stundensatzspanne von 50-90 €/h. Entscheidend ist, wie viele Stunden wirklich abrechenbar sind und wie stabil die Pipeline über mehrere Monate bleibt.
Ausgaben
Die voreingestellten 1.400 € Betriebsausgaben sind ein konservativer Monatswert für Handwerker. Typisch sind Werkzeuge, Software oder Spezialausstattung, Fahrten, Transport und Reisekosten, Material, Verbrauchsmittel oder externe Dienste und je nach Modell auch Versicherungen, Kammern und Genehmigungen. Wenn du teure Tools, Reisen oder externe Dienstleister nutzt, sollte der Wert im Rechner bewusst höher angesetzt werden.
Steuer-Hinweis
Viele praktische oder vermittelnde Tätigkeiten sind gewerblich. Bei planenden oder gestalterischen Leistungen kann je nach Qualifikation auch freiberufliche Einordnung möglich sein. Für die Praxis heißt das: Rechnungen, Leistungsbeschreibung und Website sollten zu deiner tatsächlichen Tätigkeit als Handwerker passen. Handwerker sind fast immer Gewerbetreibende — Gewerbesteuer fällig ab 24.500 € Gewerbeertrag. Aber: Gewerbesteuer wird auf die Einkommensteuer angerechnet (3,8x Hebesatz-Faktor), also kein echter Doppelbelastungsschmerz. Die Kleinunternehmerregelung liegt 2026 bei 25.000 € Vorjahresumsatz und 100.000 € Umsatz im laufenden Jahr; bei typischen Handwerker-Umsätzen ist sie oft schnell überschritten.
Krankenversicherung
Für Handwerker ist die Krankenversicherung ein zentraler Monatsblock. Bei GKV rechnet der Rechner mit dem allgemeinen Beitrag plus durchschnittlich 2.9 % Zusatzbeitrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812 €. Bei PKV zählt dein konkreter Tarif und das Alterungsrisiko. Vergleiche deshalb nicht nur den heutigen Beitrag, sondern auch Familie, Krankengeld, Rückkehrmöglichkeiten und langfristige Beitragsentwicklung.
Verträge, Haftung und Risiko
Leistungsumfang, Material, Reisekosten, Gewährleistung, Zahlungsplan und Abnahme sollten eindeutig geregelt sein.
Gewerbeanmeldung, Kammerpflichten, Materialeinkauf, Fahrtkosten, Gewährleistung und lokale Werbung sind die zentralen Themen.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel bleibt als Handwerker bei 6.500 € Umsatz netto übrig?
Für Handwerker ist der Monatsumsatz nur der Startpunkt. Bei 6.500 € Umsatz und 1.400 € typischen Betriebsausgaben entsteht zuerst der Gewinn; davon gehen GKV, Pflegeversicherung und die Einkommensteuer-Rücklage ab. Der Rechner zeigt oben den auszahlbaren Monatsbetrag live, weil kleine Änderungen bei Ausgaben, Krankenversicherung oder Kirchensteuer sofort mehrere hundert Euro Unterschied machen können. Für Handwerkern ist deshalb nicht der höchste Umsatz, sondern der planbare Gewinn die entscheidende Kennzahl.
Welcher Stundensatz ist für Handwerker 2026 realistisch?
Die hinterlegte Spanne für Handwerker liegt bei 50-90 € pro Stunde. Bei 150 abrechenbaren Stunden pro Monat ergibt das rechnerisch 90.000 bis 162.000 € Jahresumsatz, bevor Ausfälle, Akquise und Weiterbildung berücksichtigt sind. Bei praktischen Dienstleistungen entscheidet die Mischung aus Arbeitszeit, Fahrtzeit, Material, Haftung und Nacharbeit über den echten Gewinn. Plane deshalb mit einem Mindeststundensatz, der auch nicht berechenbare Zeit, Versicherungen, Rücklagen und ruhige Monate trägt.
Welche Betriebsausgaben sollte ich als Handwerker zuerst erfassen?
Für Handwerker sind vor allem Werkzeuge, Software oder Spezialausstattung, Fahrten, Transport und Reisekosten und Material, Verbrauchsmittel oder externe Dienste relevant. Zusätzlich solltest du Versicherungen, Kammern und Genehmigungen sowie Website, lokale Anzeigen und CRM getrennt erfassen, damit die Buchhaltung später nicht aus pauschalen Schätzungen besteht. Der Rechner nutzt 1.400 € pro Monat als vorsichtigen Startwert. Wenn deine echten Kosten deutlich abweichen, ändere den Wert direkt, denn jede sauber belegte Ausgabe senkt den steuerlichen Gewinn.
Bin ich als Handwerker freiberuflich oder gewerblich tätig?
Viele praktische oder vermittelnde Tätigkeiten sind gewerblich. Bei planenden oder gestalterischen Leistungen kann je nach Qualifikation auch freiberufliche Einordnung möglich sein. Maßgeblich ist nicht die Berufsbezeichnung auf der Website, sondern was du konkret abrechnest und wie du arbeitest. Für Handwerker solltest du die eigene Leistungsbeschreibung, Rechnungen und Verträge konsistent formulieren. Handwerker sind fast immer Gewerbetreibende — Gewerbesteuer fällig ab 24.500 € Gewerbeertrag. Aber: Gewerbesteuer wird auf die Einkommensteuer angerechnet (3,8x Hebesatz-Faktor), also kein echter Doppelbelastungsschmerz. Wenn mehrere Tätigkeiten zusammenkommen, ist eine kurze Klärung mit Finanzamt oder Steuerberater meist günstiger als später falsche Annahmen zu korrigieren.
Welche Rücklagen brauche ich als Handwerker für Krankenversicherung und Steuer?
Als Handwerker solltest du die Krankenversicherung nicht aus dem Bauch heraus kalkulieren. In der GKV liegen 2026 der allgemeine Beitrag und durchschnittlich 2.9 % Zusatzbeitrag bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 5.812 € im Monat zugrunde; in der PKV zählt dein Tarif, nicht dein Gewinn. Zusätzlich brauchst du monatliche Rücklagen für Einkommensteuer, Pflegeversicherung und schwächere Auftragsphasen. Praktisch ist ein separates Steuerkonto, auf das du nach jedem Zahlungseingang sofort einen festen Anteil überweist.
Typische Umsatz-Szenarien für Handwerkern
| Einkommen | Beschreibung | Netto |
|---|---|---|
| 56.160 € Umsatz/Jahr | vorsichtige Auslastung | ca. 1.970 € monatlich |
| 78.000 € Umsatz/Jahr | typischer Zielwert | ca. 3.060 € monatlich |
| 95.160 € Umsatz/Jahr | starke Spezialisierung | ca. 3.590 € monatlich |
Die Einkommens-Realität als Handwerker
Wer als Handwerker selbstständig arbeitet, rechnet oft mit dem Brutto-Umsatz und übersieht, wie viel tatsächlich nach Sozialabgaben und Steuer übrig bleibt. Bei einem Monatsumsatz von 6.500 € und marktüblichen Betriebsausgaben von 1.400 € bleiben aktuell 3.195 € netto übrig — das sind 62,6 % vom Gewinn.
Die Differenz zum Brutto-Umsatz ist keine Kleinigkeit: Krankenversicherung, Pflege, Einkommensteuer-Rücklage und ggf. Solidaritätszuschlag summieren sich zu einem festen Abzugs-Block, den du in jeder Kalkulation einplanen solltest.
Typische Betriebsausgaben als Handwerker
Betriebsausgaben senken deinen Gewinn und damit deine Steuerlast — genau belegt werden müssen sie aber. Für deine Tätigkeit als Handwerker sind erfahrungsgemäß diese Positionen relevant:
- Werkzeuge, Software oder Spezialausstattung
- Fahrten, Transport und Reisekosten
- Material, Verbrauchsmittel oder externe Dienste
- Versicherungen, Kammern und Genehmigungen
- Website, lokale Anzeigen und CRM
Die Summe im Rechner oben (1.400 €/Monat) ist ein konservativer Richtwert. Dokumentiere jede Position sauber, halte Belege mindestens 10 Jahre auf (§147 AO) und ziehe bei Unsicherheit einen Steuerberater hinzu.
GKV oder PKV als Handwerker?
Als Handwerker hast du bei hauptberuflicher Selbstständigkeit die Wahl zwischen gesetzlicher (GKV) und privater Krankenversicherung (PKV). Die Default-Annahme in diesem Rechner ist GKV — du kannst oben live umschalten.
GKV bedeutet 2026: 14,6 % + durchschnittlich 2,9 % Zusatzbeitrag, einkommensabhängig bis zur BBG von 5.812,50 €/Monat. Familienversicherung ist kostenlos. Der aktuelle Beitrag in deiner Berechnung liegt bei 862 €/Monat.
PKV bedeutet einen festen Tarifbeitrag (z. B. 400-700 €/Monat für junge Alleinstehende), steigt aber mit dem Alter deutlich. Rückkehr in die GKV ist ab 55 kaum noch möglich. Rechne mit einem Versicherungsberater, nicht mit einem Versicherungsvertreter.
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