Selbstständig netto berechnen: Was bleibt vom Umsatz wirklich übrig?

Wer selbstständig ist, kann den Umsatz nicht wie ein Gehalt betrachten. Entscheidend ist der Gewinn nach Betriebsausgaben und danach der Betrag, der nach Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Einkommensteuer wirklich privat verfügbar bleibt.

Stand 2026-04-29Rechner liveFAQ sichtbar

Die Kurzformel

Umsatz minus Betriebsausgaben ergibt den monatlichen Gewinn. Von diesem Gewinn gehen je nach Versicherung GKV oder PKV, Pflegeversicherung, Einkommensteuer, eventuell Kirchensteuer und in hohen Fällen Solidaritätszuschlag ab.

Der auszahlbare Betrag ist deshalb nicht der Umsatz und auch nicht der Gewinn, sondern der Betrag nach allen Pflichtabgaben. Genau diesen Wert berechnet der Rechner auf der Startseite live.

Warum Umsatz allein täuscht

Ein Monatsumsatz von 6.000 Euro kann solide wirken, ist aber noch kein privates Einkommen. Software, Arbeitsmittel, Versicherungen, Steuerberatung, Fahrtkosten oder Projektkosten senken zuerst den Gewinn.

Danach kommen Krankenversicherung und Steuer. Besonders die GKV-Beiträge sind für Selbstständige wichtig, weil kein Arbeitgeberanteil existiert: Du zahlst den vollen Beitrag selbst.

Praktischer Ablauf

Trage zuerst deinen realistischen Monatsumsatz ein. Ziehe dann nicht nur offensichtliche Kosten ab, sondern auch wiederkehrende Abos, Hardware-Abschreibung, Versicherungen und Fortbildung.

Danach wählst du GKV oder PKV, Kinderzahl, Kirchensteuer und mögliche Altersvorsorge. Kleine Änderungen können mehrere hundert Euro Netto-Unterschied pro Monat erzeugen.

Direkt berechnen

Nutze den Rechner mit deinen echten Zahlen. Der Unterschied zwischen Umsatz, Gewinn und auszahlbarem Netto wird sofort sichtbar.

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Häufige Fragen

Was bleibt mir als Selbstständiger netto?

Das hängt von Gewinn, Versicherung, Kinderzahl, Kirchensteuer und Sonderausgaben ab. Bei 4.000 Euro Gewinn bleiben im typischen GKV-Beispiel ungefähr 2.600 Euro auszahlbar.

Ist Gewinn gleich Netto?

Nein. Gewinn ist Umsatz minus Betriebsausgaben. Netto beziehungsweise auszahlbar ist erst der Betrag nach Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Einkommensteuer und möglichen Zusatzabgaben.

Wie viel Prozent sollte ich für Steuer und Abgaben zurücklegen?

Als grobe Orientierung sind 30 bis 45 Prozent vom Gewinn sinnvoll. Bei hohem Gewinn oder Kirchensteuer kann der Bedarf höher liegen. Der Rechner zeigt den konkreten Monatswert.